Bayerischer Bierabsatz 2006:

Exporte gleichen inländischen Absatzrückgang aus

Der bayerische Bierabsatz ist 2006 um 0,6 % gewachsen. Mit einem überdurchschnittlichen Zuwachs von 12 % haben die Bierexporte den inländischen Absatzrückgang von -0,8 % mehr als ausgeglichen – mittlerweile werden 12,7 % der bayerischen Bierproduktion im Ausland getrunken.

Mit dieser Entwicklung sind die bayerischen Privatbrauereien, organisiert im Verband Private Brauereien Bayern, nicht unzufrieden, denn mittlerweile gibt es auch bei den mittelständischen Brauereien eine große Anzahl, die im Export gute Erfolge aufweisen kann. Hingegen zeigt sich im Inland die große Witterungsabhängigkeit des Bierkonsums. War bis Ende Juli bedingt durch das schöne Wetter und die Fußball-WM noch ein Absatzzuwachs in den Statistiken, wurde dieses Plus in den nachfolgenden Monaten im wahrsten Sinne des Wortes eingeregnet: Der bayerische Bierkonsum ist einfach stark von der Außengastronomie abhängig.

Mit diesen Rahmenbedingungen befindet sich die Branche in einem Verdrängungswettbewerb, die Folge ist ein hoher Kostendruck. Trotz allem sehen sich Bayerns Privatbrauer gut gerüstet, denn der Verbraucher schätzt charaktervolle Biere, die in der Region verankert sind. Problematisch sind aber die stark gestiegenen Rohstoffpreise. Hohe Subventionen für Energiepflanzen treiben generell die Preise für alle landwirtschaftlichen Produkte in die Höhe, und die Landwirte reduzieren in hohem Maße die Ackerflächen für traditionelle Rohstoffe wie Braugerste.

Quelle: Private Brauereien Bayern e. V. 

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